Die St. Petrus-Kirche in Leegebruch ist eine Filialkirche der katholischen Kirchengemeinde Herz Jesu Oranienburg.

Es handelt sich um einen rechteckigen Kirchenraum, der von Wandpfeilern mit Rundbögen durchzogen ist. Der Altarraum (Apsis) liegt deutlich erhöht und öffnet sich

durch einen großen Rundbogen (siehe unten). Beim Bau der Kirche ist auf geometrische Formen zurückgegriffen worden, die in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen.

Daraus entsteht, trotz Einfachheit, ein harmonisches Bild.

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Nachdem noch Pfarrer Krause am 25. Juni 1954 den ersten Spatenstich vorgenommen hat, erfolgte am 15. August 1954, am Fest Mariä Himmelfahrt, die feierliche Grundsteinlegung der Kirche durch Pfarrer Radtke. Nach dem Gottesdienst und der Festpredigt durch Pfarrer Radtke übermittelte Prälat Adolph die Grüße des Bischofs und nahm die Segnung der Grundmauern vor. Der Bürgermeister von Leegebruch, Raphal Skiba, überbrachte die Glückwünsche und Grüße der Gemeindeverwaltung. Folgende Urkunde wurde in den Grundstein eingelassen:

 

„Im Jahre des Heiles Eintausendneunhundertvierundfünfzig, am 15. August, dem Feste Maria Himmelfahrt, zur Zeit da Seine Heiligkeit Papst Pius XII. glorreich die Kirche regierte, Seine Exzellenz Wilhelm Weskamm Bischof von Berlin und Seine Exzellenz Paul Tkotsch Weihbischof von Berlin war, im 100-jährigen Jubeljahr der Verkündigung des Dogmas von der Unbeflekten Empfängnis Mariens, das unser glorreich regierender Papst Pius XIII. als das – Marianische Jahr – ausgerufen hatte, im 16. Jahr des Bestehens der Kuratie Leegebruch, die von 1938-1943 von Hochwürden Herrn Pfarrer Franz Radtke unter vielen und großen Anfangsschwierigkeiten seelsorglich betreut wurde, 1943 abgelöst von Hochwürden Herrn Pfarrer Kurt Grunschewski, der im Jahre 1946 das Siedlungsgebiet Remonteweg, jetzt Karl-Marx-Str. 23/25 aus ganz verwahrlostem Zustande zu einem würdigen Kirchenraum umbaute – eine erhebliche Verbesserung gegenüber dem bisherigen Dachzimmer im Pfarrhaus Roggenfeld 9, aber dennoch den gottesdienstlichen Erfordernissen nicht genügend, deren Pfarrer von 1952 an Hochwürden Josef Krause war, der zu seinem schmerzlichen Bedauern diesen von ihm so sehr erwarteten Tag wegen Erkrankung nicht miterleben konnte und deshalb zur Zeit vertreten wurde durch Hochwürden Werner Schimmelpfennig, Pfarradministrator, zu deren Kirchenvorstand folgende Mitglieder zählten: Biskup, Theophil; Biskup, Robert; Erbe, Gerhard; Jung, Karl; Kleimann, Alfred; Kittel, Rudolf; Kucharz, Karl; Krysmann, Stanisl.; Riebschläger, Alfons; Scheder, Bruno, im 9. Jahr nach Kriegsende, als Herr Dipl. Ingenieur Dr. Fleckner aus Erfurt in großer Sorgfalt den Plan unserer Kirche entwarf, darauf bedacht, unserer Gemeinde ein schönes Gotteshaus erstehen zu lassen, als Herr Georg Wollschläger, Architekt und Baumeister in Velten, die Arbeiten ausführte, wurde dieser Grundstein gelegt.

 

Seine Weihe erhielt er durch den Vertreter des Bischofs, den Hochwürdigen Herrn Prälaten Walter Adolph.

 

Die Festpredigt hielt der erste Seelsorger der Gemeinde Hochwürden Herr Pfarrer Radtke. […]

 

Dieses Gotteshaus möge werden eine Stätte der Verherrlichung und Anbetung Gottes, ein Beitrag aber auch zum Lobe und zur Herrlichkeit der liebenden Gottesmutter, die wir in feierlicher Stunde am 18. Oktober 1953 zur Bauherrin und Königin unserer Neuen Kirche erkoren haben und deren Hilfe wir so greifbar erfahren durfte.

 

Unserer Pfarrfamilie möge diese Kirche liebe Heimat werden, wo in gemeinsamem Mitfeiern und Miterleben des Erlösungsopfers Christi das alle einigende Band der echten christlichen Brüderliebe sich immer mehr vertiefen möge zur ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, Amen! “


Die Kirche wurde nach 1 3/4 Jahren Bauzeit am 22. Mai 1955 in einem feierlichen Weihegottesdienst von Bischof Weskamm benediziert.
 


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Foto: P. Erbe